Notopfermarken Berlin
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Grundsätzliche Infos zu diesen Marken und meine Erfahrungen bei der Bestimmung des Markentyps über Verzahnung, Wasserzeichen und Druckgrafik
Einführung
Die kleinen blauen 2 Pfennig Marken, die vom 1. Dezember 1948 bis
31. März 1956 als Zuschlagsmarken verwendet werden mussten, finden sich in vielen Sammlungen.
Es gibt verschiedene Markentypen, die sich durch Zahnung,
Wasserzeichen und/oder Details im Markenbild unterscheiden.
Zu diesen Marken gibt es spezielle Bücher (Peter Harlos und Gerhard
Schröder/Heinz-Josef Schmidt) sowie im Netz viele Hinweise zur Identifikation des richtigen Markentyps.
Einige Exemplare mit niedrige Auflagen haben auch einen gewissen Wert.
Dazu gehören auch sogenannte Postmeistertrennungen die für die ersten ungezahnten Notopfermarken eine Besonderheit sind. Es gibt auch Fehldrucke und andere spezielle Varianten.
Ich sammele Briefmarken ohne Fokus auf „wertvolle“ Marken, sondern erfreue mich im Falle der Notofermarken am Verständnis, wie diese zu identifizieren sind.
Meine Methode möchte ich hier gern zeigen und freue mich über jede Art der Rückmeldung und den Kontakt zu anderen Briefmarkensammlern.
Als Einstieg eine individuelle Zusammenstellung der Notopfermarken – sehr ansprechend – aber für das Verständnis der unterschiedlichen Markentypen leider nicht wirklich geeignet.
Als ich anfing mich mit den Notopfermarken zu beschäftigen, habe ich diese kleine Sammlung gekauft, weil Abstempelungen aus meinem Geburtsort enthalten waren.
Notopfermarken bestimmen
Notopfermarken gibt es in 8 Haupttypen (Hauptnummern im Michel Katalog – siehe Kapitel Alliierte Besatzung Bizone Zwangszuschlagsmarken vor dem Abschnitt Bundesrepublik Deutschland). Durch 7 unterschiedliche Wasserzeichen gibt es Untertypen (z.B. 1W, 1Z, 2AW, 2AZ etc. bis 8X,8Y).
Auf das möchte ich hier nicht weiter eingehen, das man es im Michel Katalog schnell und übersichtlich sieht.
Auch findet man dort Informationen zur Bestimmung über die 4 verschiedenen Zeichnungen des Markenbildes.
Bei die Bestimmung des Typs von Notopfermarken empfehle ich grundsätzlich mit der Zähnung (nicht mit dem Markenbild oder dem Wasserzeichen) zu beginnen, auch wenn das durchaus anspruchsvoll sein kann. Das Anlegen eines Zahnungsschlüssels an die Marke habe ich mit einer Lupe (Lupenständer) gemacht. Wenn man das nach einiger Übung beherrscht kann man den Markentyp schnell eingrenzen und ihn über das Wasserzeichen und Kontrolle des Markenbildes (Zeichnungen Za,Zb,Zc,Zd) bestimmen.
Mit der folgenden Übersicht kann man von der Zähnung der „langen“ Notopfermarkenseite über die Zähnung der „sehr kurzen“ Seite gut zu den möglichen Markentypvarianten gelangen, die dann „nur“ noch vom Wasserzeichen abhängig sind. Nur wenige Markentypen haben an der langen und kurzen Seite identische Zähnungen. Die frühen Ausgaben hatten grobe Zähnungen von 11, 11 1/4, 11 1/2, 12 etc. bis 14. Die Massenausgaben der 1950-er Jahre mit kompletter 14 Zähnung. Somit ist die Bestimmung von Marken mit gröberer Zähnung „interessanter“.
Die Wasserzeichen bestimmt man von der Rückseite der Marken („Markenunterseite dabei auch „unten“). Ich kenne Sammler, die das häufig ohne Hilfsmittel hinbekommen – ich definitiv nicht. Also benutze ich einen Wasserzeichenprüfer. Die Besonderheit bei den Notopfermarken ist die „kleine Größe“, die nur einen kleinen Teil des Wasserzeichenbildes abdeckt (siehe nächstes Bild). Da muss man sich erst „einsehen“. Dann kann es später durchaus gelingen, die am häufigsten vorkommenden Wasserzeichen auch ohne Hilfsmittel zu erkennen, wenn man größere Markenmengen „durchschaut“. Glaubt man ein anderes Wasserzeichen gefunden zu haben, kann man sich nach Verifizierung freuen, den diese sind echt selten. Die Buchstabenkombination der Wasserzeichen mit den Markentypen ist leider nicht einheitlich – man kann sich aber daran gewöhnen.
Die folgende Übersicht zeigt die Auflagenhöhe, Ausgabedaten und Verzahnungsdaten der Notopfermarken.
Vom Typ 2 sind die Typen HZ, IZ, LW, MW, NW, OW,PW,QW, RW, SW, ST nicht aufgeführt, da sie extrem selten sind.
Informationen dazu finden sich im Michel Katalog. Das Buch von Peter Harlos (Die Notopfer- und Wohnungsbaumarken 1948-1956), ist Pflicht, wenn man sich eingehender mit diesen Zwangszuschlagsmarken beschäftigen möchte.
